Gemeinsam durchs Netz - Fachtagung im Rahmen der europäischen Geh' online Woche

Quelle: Arbeitsgemeinschaft Internet erfahren

Eine aktuelle Studie der Initiative D21 belegt, dass 50 Prozent der Menschen in Deutschland befürchten, durch das mobile Internet könnten persönliche Kontakte abnehmen und die Menschen immer einsamer werden. Die 140 Teilnehmenden an der Fachtagung "Gemeinsam durchs Netz" sind ein lebendiger Beweis für das Engagement, das Multiplikatorinnen und Multiplikatoren dieser Befürchtung entgegensetzen. Mit ihren Angeboten sprechen die Haupt- und Ehrenamtlichen in vielfältigen gesellschaftlichen Bereichen die rd. 25 Prozent der Bevölkerung an, die das Internet bisher gar nicht nutzen, und erreichen auch diejenigen, denen die Kompetenzen für eine sichere und verbraucherbewusste Nutzung fehlen.

Besonders ältere Menschen, Menschen mit geringer Bildung und Menschen mit Behinderungen bewegen sich oft nicht oder nur wenig im Netz. Bis 2020 will die Bundesregierung eine Internetnutzungsquote von 95 Prozent erreichen, die Zahl der mobil Nutzenden soll von derzeit 30 Prozent auf 75 Prozent steigen. Auch deshalb fördern das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) die Fachtagung "Gemeinsam durchs Netz", die am 21.3.2013 in der Hauptstadtrepräsentanz der Deutschen Telekom stattfindet.

"Das Internet wird als Medium für Kommunikation und Teilhabe immer wichtiger. Viele ältere Menschen haben den Nutzen für sich inzwischen schon entdeckt, wir möchten aber auch die Unentschlossenen ansprechen und die Vorteile aufzeigen, die das Netz gerade für Seniorinnen und Senioren bietet. Sie hierbei zu begleiten, Berührungsängste zu nehmen, aber auch vor Gefahren zu warnen, sind uns wichtige Anliegen," so Dieter Hackler, Leiter der Abteilung "Ältere Menschen, Wohlfahrtspflege, Engagementpolitik" im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, in seinem Grußwort.

Dr. Christian Grugel, Leiter der Abteilung "Verbraucherpolitik" im Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, sagte: "Zum sicheren Umgang mit dem Internet gehört das Wissen, wie das Internet funktioniert, und auch der überlegte Umgang mit den eigenen Daten und den Daten der anderen. Deswegen unterstützt das Bundesverbraucherministerium seit Jahren Aktivitäten, die dazu dienen, die Medienkompetenz der Verbraucherinnen und Verbraucher in den unterschiedlichen Altersgruppen zu steigern."

In einer Podiumsdiskussion sprechen sich Expertinnen und Experten für eine breite Beteiligung aller Bevölkerungsgruppen im Internet aus. Praktischer Erfahrungsaustausch unter den Teilnehmenden steht im Vordergrund bei den Workshops, die die Fachtagung am Nachmittag zu den Themen Digital Lernen, Mobile Endgeräte für Seniorinnen und Senioren und Cloud Computing anbietet. Von Europa lernen heißt es am Nachmittag. Hier werden europäische Projekte zur Förderung der Internetnutzung und Medienkompetenz vorgestellt und mit Alastair Clark wird ein Referent aus Großbritannien über die dortige Bewältigung der Aufgabenstellung "Get online!" berichten.

Hintergrund

Die Hälfte der Menschen in Europa nutzt täglich das Internet, aber rund 30 Prozent sind noch nicht im Netz. Zur Überwindung der digitalen Spaltung in Europa hat die EU-Kommissarin für die digitale Agenda, Neelie Kroes, die europaweite Kampagne Get Online Week (Geh' online-Woche) ins Leben gerufen.

Die Fachtagung wird von der Arbeitsgemeinschaft Internet erfahren durchgeführt, einem Zusammenschluss der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO), des Kompetenzzentrums Technik, Diversity und Chancengleichheit und der Stiftung Digitale Chancen, www.internet-erfahren.de.

Bildergalerie der Veranstaltung



Mehr erfahren Sie unter: http://www.internet-erfahren.de/gow2013/

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